Dies ergab eine Studie an 139 Informationsangeboten zu Gesundheit und
Medizin im Internet. Nur 17 % aller Web Sites erreichen Mindeststandards
an behindertengerechtes Web-Design. Lediglich 1 % orientiert sich an
mittleren Anforderungen. Keines der Angebote erfüllt alle Kriterien,
um Behinderten den Zugang zum Web zu erleichtern.

Zwischen den verschiedenen Anbietergruppen bestehen deutliche Unterschiede:
27 % der Verbraucherzentralen, 26 % der Uni-Kliniken, 25 % der Ministerien,
18 % der Online-Presse, 18 % der Krankenkassen, 12 % der privaten Krankenversicherungen,
6 % der Pharmaunternehmen und keines der Gesundheitsportale erreichen
die Mindeststandards.

Die 64 Bewertungskriterien der Studie orientieren sich an den Leitlinien
der Web Accessibility
Initiative (WAI) des World Wide Web Consortiums (W3C) für barrierefreies
Web-Design (Stufe A = "muss", Stufe AA = "soll", Stufe AAA = "kann").
Die jeweiligen Accessibility-Stufen gelten nur dann als erreicht, wenn
der jeweils zugehörige Kriterienkatalog erfüllt wird.
Die Behindertenfreundlichkeit, insbesondere für Sehbehinderte, kann
u.a. durch mehr Textorientierung, alternativen Text zu grafischen Elementen,
gute (Farb-) Kontraste, sinnvoll benannte Frames, sparsamen Einsatz
von Tabellen zu Layoutzwecken, weniger Pop-Up Fenster und die Anwendung
von CSS und XML verbessert werden.